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Fragen und Antworten

Es sind grundsätzlich alle elektrisch betriebenen Geräte zu prüfen. Es wird zwischen ortsfesten und ortsveränderlichen Geräten unterschieden.

Jede Handbohrmaschine, jeder Monitor und auch jedes Verlängerungskabel muss in vorgeschriebenen Abständen nach DGUV Vorschrift 3 (BGV A3) überprüft und die Messergebnisse protokolliert werden.

Ortsveränderliche Geräte sind elektrische Geräte, die während des Betriebes und während sie an den Versorgungsstromkreis angeschlossen sind bewegt werden, oder die leicht von einem Platz zum anderen gebracht werden können.

Beispiele für Bürogeräte, die zu prüfen sind:

Drucker
Staubsauger
Kaffeemaschinen
Wasserkocher
Tischleuchten
Steckerleisten
Netzgeräte
PC´s
Notebokks
Monitore
Kopiergeräte
u.s.w.

Beispiele für Werkstattgeräte, die zu prüfen sind:

Handbohrmaschinen
Verlängerungskabel
Stichsägen
Lötkolben
Sauger
Kabeltrommeln
Kreissägen
u.s.w.

Ortsfeste Geräte sind fest angebrachte elektrische Geräte oder solche, die keine Tragegriffe/-vorrichtung haben und deren Gewicht so groß ist, dass sie nicht ohne Weiteres vom Ort weg bewegt werden können. Dazu gehören auch elektrische Betriebsmittel, die nur zeitweise fest angebracht sind und über bewegliche Anschlussleitungen betrieben werden.

Beispiele für ortsfeste Geräte und Anlagen:

Spalte 1
Standkreissäge
Kühl-/Gefrierschrank
Warmwasserspeicher
Spalte 2
E-Herd
Standbohrmaschine
u.s.w.

Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass sie entsprechend ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch nach dem Einsatz wieder abgebaut (zerlegt) und an einem neuen Bestimmungsort wieder aufgebaut (zusammengeschaltet) werden. Hierzu gehören z. B.

Anlagen auf Bau- und Montagestellen, fliegende Bauten

Von keinem Elektrogerät kann man erwarten, dass es ohne Wartung und Instandhaltung ewig fehlerfrei funktioniert. Dieses kann und wird Ihnen keiner garantieren. Was für einen guten Wein gilt, trifft nicht für die Elektrotechnik zu: Sie wird mit dem Alter nicht besser!

Vermeiden Sie durch die BGV A3 Prüfung unkalkulierbare Sicherheitsrisiken und unabschätzbare Folgekosten. Schützen Sie durch sie die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter und Ihren Betrieb.

Durch die DGUV Vorschrift 3 (BGV A3) Prüfung weisen Sie gegenüber Gewerbeaufsichtsämtern, Berufsgenossenschaften und Versicherungen den einwandfreien Zustand Ihrer Elektrogeräte und Elektroanlagen nach. Somit kommen Sie allen gesetzlichen Verpflichtungen nach und erwirken damit zusätzlich bei vielen Versicherungen eine Ermäßigung Ihrer Prämien.

Auszug aus DGUV Vorschrift 3 (BGV A3)

  • §3 Abs. 1 "Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass elektrische Anlagen und Betriebsmittel nur von einer Elektrofachkraft oder unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft den elektrotechnischen Regeln entsprechend errichtet, geändert und instandgehalten werden."
  • §3 Abs. 2 "Ist bei einer elektrischen Anlage oder einem elektrischen Betriebsmittel ein Mangel festgestellt worden, d.h. entsprechen sie nicht oder nicht mehr den elektrotechnischen Regeln, so hat der Unternehmer dafür zu sorgen, dass der Mangel unverzüglich behoben wird, falls bis dahin eine dringende Gefahr besteht, hat er dafür zu sorgen, dass die elektrische Anlage oder das elektrische Betriebsmittel im mangelhaften Zustand nicht verwendet werden."
  • §5 Abs. 1,2 "Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass die elektrischen Anlagen und Betriebsmittel in bestimmten Abständen auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden. Die Fristen sind so zu bemessen, dass entstehende Mängel, mit denen gerechnet werden muss, rechtzeitig festgestellt werden. Wichtig ist insbesondere der Hinweis, dass entsprechend dieser Anweisung darauf zu achten ist, dass bei der Prüfung die entsprechend geltenden technischen Regeln zu beachten sind. Außerdem wird noch darauf hingewiesen, dass auf Verlangen der Berufsgenossenschaft ein Prüfbuch mit bestimmten Eintragungen zu führen ist ".

Nach obiger Sachlage ist jede Gewerbetreibende/Firma zur Durchführung von Sicherheits- Überprüfungen an "ortsveränderlichen Betriebsmitteln" (während des Betriebes ortsveränderliche Geräte und Maschinen, mit denen elektrische Energie genutzt, umgewandelt und übertragen wird, ) gemäß BGV A3 (VDE 0701/0702) verpflichtet.

  • Aufgrund regelmäßiger Wartungen vermeiden Sie Unfälle Ihrer Mitarbeiter.
  • Sie schützen Ihren Betrieb vor unnötigen Ausfallzeiten von Maschinen und Antrieben.
  • Sie können im Schadensfall Versicherungen oder der Berufsgenossenschaft den korrekten Zustand von Anlagen und Geräten nachweisen und somit Haftungsausschlüsse vermeiden.
  • Sie sparen Energiekosten.
  • Bei vielen Versicherern erzielen Sie Prämienvorteile und somit Kosteneinsparungen.
  • Sie motivieren Ihre Mitarbeiter durch eine vorbildliche Arbeitssicherheit.
  • Sie vermeiden Geldbußen, die durch Verstöße gegen die Unfallverhütungsvorschriften entstehen.
  • Elektrische Anlagen und Betriebsmittel werden in ordnungsgemäßem Zustand gehalten.

Ist an Ihren geprüften Elektrogeräten und –installationen nichts zu beanstanden, gibt Ihnen die Prüfung die Gewissheit allen Sicherheitsaspekten zu genügen. Dadurch sind Sie im Regelfall gegen eventuelle Schadensersatzansprüche der Versicherer geschützt.

Wurden jedoch Fehler oder Mängel laut Prüfprotokoll aufgedeckt, und werden diese von einem Fachmann behoben, so ist man ebenfalls wieder gegen eventuelle Schadensersatzansprüche geschützt.

Auszug der Prüffristen nach DGUV Vorschrift 3 (BGV A3)

alle 6 Monate

zum Beispiel

  • Bäder: Flüssigkeitsstrahler, Wassersauger (Saugschrubbgeräte), Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen, Unterwassersauger, Zentrifugen usw.
  • Schlachthöfe: Betäubungszangen, elektrisch betriebene Sägen, elektrisch betriebene Messer usw.
  • Küchen für Gemeinschaftsverpflegung: Aufschnittmaschinen, Kaffeeautomaten, Kochplatten, Toaster, Rührgeräte, Wärmewagen/ Warmhaltegeräte, elektrische Handgeräte, Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen usw.
  • Ausnahmen: Sonstige Küchen = 12 Monate

alle 12 Monate

zum Beispiel

  • Feuerwehren/Technische Hilfeleistung (für Betriebsmittel, die bei Übung und Einsatz benutzt worden sind): elektrische Handgeräte, Handleuchten, Flutlichtscheinwerfer, Umfüllpumpen, Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen usw.
  • Unterrichtsräume in Schulen: elektrische Betriebsmittel im Bereich Hauswirtschaft: Toaster, Handrührgeräte, Warmhalteplatten, Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen usw. elektrische Betriebsmittel im Bereich Technikunterricht: Lötkolben, Dekupiergeräte, Handbohrmaschinen, Schwingschleifer, mobile Holzbearbeitungsgeräte, Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen elektrische Betriebsmittel im naturwissenschaftlichen Unterricht: Heizplatten, Elektrolysegeräte, Netzgeräte, Signalgeneratoren, Oszilloskope, Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen elektrische Betriebsmittel im Werkstättenbereich von berufsbildenden Schulen: Geräte Werkstätten usw.
  • Wäschereien: Bügelmaschinen, mobile Bügelmaschinen, Nähmaschinen, Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen usw.Gebäudereinigung: Staubsauger, Bohner- und Bürstengeräte, Teppichreinigungsgeräte, Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen usw.
  • Laboratorien: Rotationsverdampfer, bewegliche Analysegeräte, Heizgeräte, Messgeräte, netzbetriebene Laborgeräte, Tischleuchten, Rührgeräte, Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen usw.
  • Unterrichtsräume in Schulen: elektrische Betriebsmittel im Bereich Medien: Dia-, Film-, Tageslichtprojektoren, Videogeräte usw., Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen usw. elektrische Betriebsmittel im Bereich textiles Gestalten: Bügeleisen, Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen usw.
  • Werkstätten / Baustellen / Produktionsstätten: Hand- und Baustellenleuchten, Handbohrmaschinen, Winkelschleifer, Band- und Schwing-Schleifer, Handkreissägen, Stichsägen, Lötkolben, Schweißgeräte, Belüftungsgeräte, Flüssigkeits-Strahler, mobile Tischkreissägen, mobile Abrichthobelmaschinen, Späneabsauger, Misch-Maschinen, Bohrhämmer, Heckenscheren, Rasenmäher, Häcksler, Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen usw.
  • Krankenhäuser / Arztpraxen / Pflegestationen / Heime: Medizintechnische Geräte, Pflegebetten usw.

alle 24 Monate

zum Beispiel

  • Bürobetriebe: Schreibmaschinen, Diktiergeräte, Overheadprojektoren, Tischleuchten, Belegstempelmaschinen, Ventilatoren, Buchungsautomaten, Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen, mobile Kopiergeräte usw.
  • Pflegestationen/Heime: Föne, Frisierstäbe, Rotlichtleuchten, Rasiergeräte, Flaschenwärmer, Heizöfen, elektrische Handgeräte, Tischleuchten, Stehleuchten, Verlängerungs- und Geräteanschlussleitungen, Heizkissen usw.

Falls Sie sich nicht sicher sind, unter welche Kategorie Sie fallen, dann wenden Sie sich einfach an uns. Wir beraten Sie gerne.



An Leitungen kommt es oft zu Knick- und Bruchstellen, Isolierungen die durchgescheuert oder angeschnitten sind, freiligende Einzeldrähte an Leitungseinführungen und schadhaften Steckvorrichtungen. Auch durch Feuchtigkeit, leitfähigen Staub, Wärme und Temperaturunterschieden, gelockerten Teilen oder Materialbrüchen kommt es zu Schäden an Elektrogeräten. - Meistens unbemerkt!

Alle elektrischen Geräte sollten daher regelmäßig vom Fachmann geprüft werden!

Über 30% aller Schäden an Elektrogeräten in Deutschland kommen durch Überspannungen zustande !

Auch hierzulande treten immer häufiger Unwetter mit heftigen Gewittern auf. Dadurch kommt es immer öfter zu Stromausfällen, bei denen nicht nur Dunkelheit droht, sondern auch Datenverluste und Produktionsstillstände.

Ein Blitzeinschlag in einer Entfernung bis zu 1,5 km! kann Überspannungen verursachen, die Ihre Computer und andere elektronischen Geräte beschädigen können.

Aber auch häufig auftretende Schwankungen der Versorgungsspannung können in allen Bereichen des Stromversorgungsnetzes Schäden verursachen.

Gefahren des elektrischen Stromes

Unfallbeispiele:

  • Ein Verkäufer wollte einen verfahrbaren Rippenheizkörper zur Seite schieben. Beim Berühren des Metallkörpers bekam er einen elektrischen Schlag. Folgen waren über Wochen andauernde einseitige Arm- und Beinlähmungen. Ursache dieses Unfalls war ein schadhafter Knickschutz an der Einführung der Anschlussleitung in das Gerät. Hierdurch war der Schutzleiter abgerissen und die Isolierung einer Leitungsader durchgescheuert. Dadurch stand das Metallgehäuse unter Spannung.
  • Eine Verkäuferin berührte den Metallstiel einer eingeschalteten Stehleuchte und erhielt einen kräftigen Stromschlag. Infolgedessen wurde das Schultergelenk schwer verletzt. Durch einen Defekt in der Leuchte hatte der Metallstiel Kontakt mit stromführenden Teilen. Bei vorhandenem Schutzleiter hätte dies zum Abschalten der Sicherung führen müssen. Die Leuchte war aber vorschriftswidrig über eine nur zweiadrige Verlängerungsleitung ohne Schutzleiter angeschlossen worden, so dass der Metallstiel unter Spannung stand.

Den zwei beschriebenen Unfällen ist etwas gemeinsam, das für die große Mehrzahl der Elektro-Unfälle gilt: sie hätten sich durch Sorgfalt und verantwortungsbewusstes Handeln verhindern lassen!

...mit elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln

Tipps vom BGHW zum sicheren Umgang mit elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln finden Sie unter folgendem Link: >>mehr